19. Fränkische Schweiz Marathon

02.09.2018:: Ebermannstadt :: 21,1k @ 02:00:09


Ja wenn man schon die Zeit liest und sie mit meinen anderen HM-Zeiten vergleicht erkennt man gleich, da stimmt was nicht. Was, dass bleibt mir auch heute noch unklar. Fakt ist, ich habe nach 2017 (01:57:07) und 2018 (01:53:08) meine schlechteste Zeit auf dieser Strecke hingelegt.

Sicher, die Strecke ist für mich jetzt keine PB-Strecke, dafür hat sie einfach zu viele kleine Anstiege. Weshalb ich aber dennoch mit einer 1:55 rechnen konnte, lief es doch dieses Jahr bisher sehr gut. Aber es zeichnete sich schon ab, dass das zweite Halbjahr lauftechnisch schwieriger wird. Besonders dieser lange heiße trockene Sommer. Keine Intervalle, keine Long-Runs, seit Wochen! Zwar war ich regelmäßig unterwegs, aber leider etwas zu monoton.

Und dann das Wetter beim Start in Ebermannstadt. 17 °C, leichter Regen und windig. Ich war minutenlang am Auto gestanden und konnte mich nicht entscheiden war ich anziehen sollte. 3/4-Hose oder kurz, Jacke oder Weste, Mütze oder Tuch. Da ich erst noch meine Unterlagen holen musste wählte ich 3/4-Hoste, Mütze und Jacke, denn der Regen und Wind ließen mich frösteln. Auch als ich nochmals am Auto stand hatte ich “nur” entschieden die 3/4 Hose gegen eine kurze zu wechseln, die Jacke blieb.

Zurück am Start gab es nicht wirklich viele Mitstreiter, die eine Jacke trugen, war ich doch falsch angezogen. Den Hinweis gab es dann auch später noch auf einen Post von mir, nach dem Lauf. Und jetzt, im nachhinein, war dass der Grund für meine Zielzeit? Nun, der Lauf startete pünktlich wobei der Regen hier schon fast aufgehört hatte, nur der Wind blieb weiter kühl. Die ersten Kilometer gingen läuferisch perfekt, wobei ich sogar gefühlt schneller hätte laufen können (aber nicht wollte). Mit einer Durchschnitts-Pace von 5:20 blieb ich auf den ersten 10 Kilometer gut dran und zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl zu warm angezogen zu sein, nein manchmal war ich sogar froh die Jacke gewählt zu haben. Kurz nach der Wende hatte ich einen kurzen Stopp (ich muss wie bekannt immer gehen um zu trinken) an der Versorgung und genau danach begann der Einbruch. Richtig spürbar war die bisherige Leichtigkeit meiner Schritte dahin. Wie Klötze musste ich meine Beine Schritt für Schritt weiterbewegen. Ich entschloss mich also bei Kilometer 16 nochmal die Versorgung zu nutzen um ein paar Schritte zu gehen. Aber das half nichts, zumal mir auch wieder kalt wurde. Dann der letzte Anstieg vor Kilometer 20 und hier bekam der Einbruch seinen Höhepunkt. Plötzliche Kopfschmerzen, leichtes Schwindelgefühl zwangen mich sofort zu gehen. Obwohl das sofort wieder aufhörte ging ich keine Risiko ein und ging den rund 400 m langen Anstieg, was ganze vier Minuten dauerte! Danach war plötzlich wieder alles gut (bis auf das Kältegefühl am Körper), so gut, dass ich die letzten 1.500 Meter unbekümmert wieder in einer 5:20 laufen konnte.

Leider fraß der Einbruch gut fünf Minuten auf und bescherte mir eine Zielzeit von 2 Stunden. Ich brauchte im Ziel dann auch ein paar Minuten um mich zu sammeln. Ob es jetzt die falsche Kleidung war bleibt Spekulation. Ich hatte aber nie das Gefühl “überhitzt” zu laufen, eher “genau richtig”. Irgendwie war da halt der Wurm drin. Egal, mir geht es gut und die angekratzte Zielstimmung ist auch schon vergessen. Das Training wird wieder aufgenommen und der nächste HM kommt ja auch demnächst.