18. Fränkische Schweiz Marathon

03.09.2017 :: Ebermannstadt :: HM @ 01:53:08


Versöhnlich und Wegweisend

Zum 34. Mal war für mich heute der Start bei einem Halbmarathon seit meinem ersten Start 2006. Aufgeregt bin ich dabei schon lange nicht mehr aber freuen tue ich mich jedes mal aufs neue. Heute vor allem, weil es mein wegweisender Lauf für meine Marathonentscheidung ist.

Bereits zwei mal bin ich hier in der Fränkischen gelaufen. Einmal über 26k in der alten Marathon-Staffel-Form und einmal den klassischen HM. Die Strecke mit allem was sie zu bieten hat kenne ich also. Und genau dass hat den Vorteil sich auf eine Zielzeit einzustellen. Und diese Zielzeit hat eben Auswirkung auf meine Entscheidung mich für München zum Marathon zu melden. Letztes Jahr erreichte ich das Zeil nach 1:57:07, also sollte dieses Jahr keine schlechtere Zeit anstehen, besser noch 1:55! Und was dann passierte war, für mich, grandios!

Die Strecke braucht Taktik

Auch ein Freizeitläufer wie ich muss taktieren wenn es um das Erreichen eines Zieles geht. Die Taktik beim Fränkischen Schweiz Marathon betrifft vor allem die Anstiege auf der welligen Strecke entlang der B 470. Beim rauslaufen aus Ebermannstadt habe ich mir schon ausgemalt, an welchen Stellen ich beim Rückweg Getränke- mit Gehpausen einlege. Da ich beim Start noch einige Bekannte getroffen hatte, war ich von weit hinten gestartet, was bei einer Nettozeitmessung egal ist. So überholte ich nach rund zwei Kilometer die Zugläuferin für die 2h-Zeit. Weit vor mir konnte ich den Zugläufer 1:45 erkennen, der für mich aber unerreichbar war und blieb; war ja auch nicht mein Ziel. Im Kopf war klar, die 2h-Dame bleibt hinter mir!

Es läuft rund

Mit jedem gelaufenen Kilometer, bei tollem trockenen Wetter mit angenehmen Temperaturen, fühlte ich mich wohler. Es war so ein Ding, bei dem die Beschreibung “es läuft rund” passt. Kein Aufmupfen der Wade, keine Schmerzen an anderer Stelle. Ich konnte mich voll und ganz dem Lauf, der Strecke und der Landschaft hingeben. Nach der Wende, bei der halben Strecke, überholte ich im Anschluss den Zugläufer für 4h im Marathon. Und so ging es weiter und weiter… Jede Versorgungsstelle habe ich ignoriert, da ich keinen Bedarf verspürt hatte. Und dann kamen die letzten Anstiege bei Streitberg. Jetzt ran an die Versorgung, den ersten Teil des Anstieges dabei gehen? Nein, dafür ging es immer noch viel zu gut, und so entschied ich jetzt durch zulaufen, durch bis ins Ziel. Auch wenn bei k20 die Pace am Anstieg nochmal runter ging und ich jetzt erstmals die Schwere des Laufes im Anflug spürte, jetzt war kein Halten mehr möglich. Ziellinie überschritten, Zeit 1:53:08 gestoppt – wow.

Marathon gebucht

Seit sieben Wochen trainiere ich nach Plan für den Marathon und der hat sich heute schon ausgezahlt. Damit kann ich guter Hoffnung sein das auch mein nächstes Ziel in München erreicht werden kann. Noch sind es fünf Wochen bis dahin, noch gibt es einiges an Trainings zu erfüllen.