16. Fürthlauf

13.05.2018:: Fürth :: 10k @ 48:20


Für mein Training stand ein 10k Lauf in Wettkampfzeit auf dem Zettel. Wettkampfzeit bedeutet in einem 5’er Schnitt zu laufen. Für diese Aufgabe habe ich mir den Fürthlauf ausgesucht, der in zwei 5k-Runden durch die Innenstadt geht.

Jetzt ist der Fürthlauf keine klassische Wettkampfveranstaltung mit Zeitnahme, vermessener Strecke und so weiter. Bei der Veranstaltung handelt es sich mehr um einen Funrun mit Familiencharakter. Allerdings ist der Startpreis mit 16 € auch nicht gerade niedrig, auch wenn man ein – mit Werbung übersätes – Laufshirt in Funktionsqualität erhält.

Start war um 12:45 Uhr auf der Fürther Freiheit, bei Sonne und gut 25°C. Da die Strecke nur gering beschildert war und mit ein paar Helfern an markanten Posten besetzt war, blieb mir zu hoffen, dass all die in Sichtweite vor mir liefen (und das waren nicht besonders viele) die Strecke kannten. So war ich auf der ersten Runde mehr mit Orientierung beschäftigt. Hart war zum Teil auch der Untergrund, der in mehreren Bereichen über hartes Kopfsteinpflaster verlief.

War das schon ein Umstand der das Laufen nicht einfach machte, zickten auch noch meine Beine vom Krafttraining. Mit jedem Kilometer nahm der Muskelkater in den Oberschenkeln zu. Zusätzlich musste ich auch noch gegen ein Stechen im Bauchraum ankämpfen. All das führte dazu, dass ich den Kilometer 5 und 8 nicht mehr unter einer Pace von 5 halten konnte. Nur dadurch, dass ich die ersten 5k in einer Durchgangszeit von 24 Minuten erreichte war es wohl zu verdanken, dass ich die Ziellinie in 48:20 überschreiten konnte (und da die Garmin 9,7k anzeigte bin ich die letzten 300 Meter noch zugelaufen). Hätte mir das einer vorher gesagt, ich hätte mit 10 Minuten mehr Laufzeit gerechnet.

Also liegt alles im Trainingsplan. Ein Grund warum das alles besser gelaufen ist, ist wohl dem regelmäßigen und intensiven Krafttraining zu verdanken. Obwohl die Anstrengung schon an seine Grenzen gekommen ist, waren doch Kraftreserven abrufbar (so zumindest mein subjektiver Eindruck). Auch nach dem Lauf waren alle Probleme wieder am abklingen.

Den Lauf selbst werde ich aber nicht mehr machen. Die Strecke finde ich nicht toll. Was mich aber noch viel mehr gestört – ja geärgert – hat, war die Zielverpflegung. Für 16 € Startgebühr nur lauwarmes Wasser… Es muss sicher kein Bier im Ziel sein, aber nicht mal etwas isotonisches… Und auch keinen Apfel, Banane, Müsliriegel oder ähnliches… Sorry, aber selbst bei einen Funrun erwarte ich da ein klein bisschen mehr! Ach ja, auf der Rahmenveranstaltung die dann nebenbei läuft konnte man sich zu Volksfestpreisen fette Speisen und allerlei Getränke kaufen, aber dazu war mir der Appetit – auch bei der Auswahl – vergangen. Zumindest drei Kugeln Eis hatte ich mir dann für diesen Lauf noch gegönnt.