12. Metropolmarathon Fürth

17.06.2018 :: Fürth :: 21,1k @ 01:51:05


Schön langsam pflege ich diesen Lauf in Fürth. 2008 und 2009 startet ich hier jeweils auf der 10k-Distanz. Die nächste Anmeldung erfolge erst wieder 2015 und darauf in jedem weiteren Jahr. 2015 lief ich erstmals die HM Strecke, ebenso 2016. Letztes Jahr dann erstmals die 31k – und nein, dieses Jahr kein Marathon. Heuer war ich wieder auf meiner Lieblingsdistanz, den Halbmarathon, unterwegs. Und warum Fürth? Nun wegen der Nähe, den vielen netten Menschen die man kennt und kennen lernt und auch weil der Lauf mit allem was er bietet mir wirklich gefällt. Der Metropolmarathon ist auch bestens organisiert und bietet für das Startgeld wirklich viel!

Für heuer war der Lauf auch ein Testlauf für den nächsten Halbmarathon, der schon zwei Wochen später am 01.07. in Hamburg startet. Seit nun 14 Wochen trainiere ich nach Plan, vier mal die Woche zwischen 35 und 55 Kilometer pro Woche, mit Intervallen, ruhigen Dauerläufen, Anstiegen, Fahrtspiel usw. Ziel ist es die Distanz in Hamburg in 1:50 zu schaffen.

Vor dem Lauf gab es noch den einen und anderen Plausch mit guten Freunden. Start war dann um 8:45 Uhr auf der Fürther Freiheit. Früh? Nein für Läufer ist das nichts besonderes. Besonders bei Läufen im Sommer kann man mit einem frühen Start auch von gemäßigten Sommertemperaturen profitieren – vorausgesetzt es ist Sommer. Und das Wetter war Läufer-Optimal! Bedeckt mit etwas Sonne, unter 20 °C und ein bisschen Wind.

Die ersten sechs Kilometer gingen hervorragend gut! Durchlauf nach dem ersten Drittel bei 35:25. Und eigentlich hatte es sich so angefühlt als könnte ich das Tempo noch weitere 10k so halten, wenn da nicht meine rechte Wade wieder gezickt hätte. Mit einem leichten aber penetranten ziehen ging es weiter. Besonders an den vielen kleinen Anstiegen im zweiten Drittel musste ich etwas nachgeben und die Zähne zusammenbeißen da es dann doch schmerzte. Die Lauffreude, die tolle Stimmung, das Wetter, ach einfach alles, ließ mich aber nicht daran zweifeln das Ding bis zur Ziellinie durchzuziehen. Ich war ja mit dem Umstand aus vielen Läufen der letzten Jahren vertraut. Durchlauf nach zwei Drittel bei 14k 1:13:40. Aus der Erfahrung war zu erwarten, dass die Wade sich wieder beruhigte und so kam es auch. Das Ziehen war nur noch an den Anstiegen spürbar und in den Hintergrund getreten. Ich beschloss nach 15k einen kurzen Verpflegungsstopp (Trinken im Gehen, sonst sabbere ich mich nur von oben bis unten voll) zu machen. Ein Becher Cola (ich trink das Zeug sonst nie) weckt nochmal die Geister. Bei Kilometer 17 und 19 nochmal das gleiche. Und überhaupt, an Verpflegung fehlte es in Fürth nie. Gefühlt war fast an jedem Kilometer eine Versorgung mit Wasser, Iso, Cola, Melonen aufgebaut, dass ist auch nicht üblich. So verging das letzte Drittel wieder etwas zügiger und ich erreichte mit 1:51:05 den Zielbogen.

Mit dieser Zeit hatte ich nicht gerechnet, “unter zwei Stunden” war noch mein Spruch vor dem Lauf auf Fragen meiner Lauffreunde. Überhaupt ist das die siebtbeste Zeit (von 34) in einem Halbmarathon für mich! Also mit dieser Leistung kann ich beruhigt nach Hamburg fahren.

Fürth war wieder ein wirklich toller Lauf – nicht nur wegen meiner Zeit! Stimmung, Strecke (wenn auch sehr wellig), Verpflegung, Ausschilderung, Absicherung, und und und passen einfach. Dazu noch Freunde getroffen, kennen gelernt oder auf der Strecke gesehen und zusammen ein Siegerbier oder Siegersekt mit Kuchen genossen. Ja, die Serie werde ich fortsetzen, es spricht nichts dagegen!