11. Metropolmarathon Fürth

25.06.2017 :: Berlin :: 31k@ 03:07:41


Auf nach Fürth

Es gibt Läufe die auch mal nicht so rund laufen. Im Training sicherlich öfters, bei einer Veranstaltung eher selten. Beim 11. Metropolmarathon in Fürth lief es für mich mal nicht so rund wie vorgesehen. Angemeldet hatte ich mich zur neuen 3/4 Marathondistanz (31,1k). Geplant waren 3:00:00 dafür. Geworden sind es 3:07:xx.

Ein Tag, ein Lauf

Bereits um 5:30 Uhr war dazu aufstehen angesagt. Fertig machen und ab zum Bahnhof um mit dem Zug entspannt nach Fürth zu fahren und dort kurz nach 7 Uhr am Veranstaltungsort anzukommen, was auch alles sehr gut klappte. Um halb Acht hatte ich dann auch schon die Startunterlagen in der Hand und alle Vorbereitungen vor Ort gemacht. Zuletzt noch Tasche abgegeben und viele Lauffreunde getroffen. Eine viertel Stunde vor dem Start begann das Einfinden mit Freunden am Start. 8:45 Uhr der ersehnte Start für alle HM, 3/4-M und M-Läufer.

Schritt für Schritt zum Ziel

Nach rund 26 Minuten erreichte ich 5k mit einer Pace 5:12/k, Beine locker, Stimmung gut, ordentlich Läufer auf der Strecke. Allerdings war das zum Teil nach weiteren 5k vorbei. Die Wade machte beim ersten “ernsthaften” Anstieg Probleme. Ich musste sogar in einen leichten Schritt zurückgehen. Da ich aber in der Vergangenheit schon mehrfach gut mit dem Problem umgehen konnte und oft genug die Sache sogar wieder besser wurde, bin ich zielgerecht weitergelaufen. Nach rund einem Viertel der Distanz zeigte die Uhr 41 Minuten. Allerdings ging das Wadenproblem nicht weg. Zur Halbzeit der Strecke, etwa Kilometer 15, zeigte die Uhr 1h 27min, noch in der Sollzeit. Aber ich wurde immer langsamer. Bei Durchlauf der Zielmatte in der HM-Runde (ich musste nochmal auf einer 10k-Strecke) war ich noch leichter Hoffnung das Ding auf 3h zu bringen, aber bereits zwei Kilometer weiter ging nichts mehr – ich musste gehen! Kurz überlegte ich abzubrechen, aber bitte, nach 23k raus, nö. Die Zielzeit war futsch, aber laufen konnte ich noch. Also trabte ich von Versorgung zu Versorgung und notfalls ging ich dazwischen noch einmal. Die Wade zog gleichmäßig aber auch nicht schlimmer. Ging ich, war der Zug sogar sofort verschwunden. Also durchbeißen bis die Ziellinie in Sicht war und drüber – freu! Zeit: 3:07:41, perfekt!

Angekommen und zufrieden

Auch wenn sicher ein Abbruch möglich war, und mir sicher einige empfohlen hätten, war es keine echte Option für mich. Viel mehr war es mir wichtig richtig weiterzumachen. Pausen zuzulassen, Pace rausnehmen, alles gut sein lassen. Und es gibt ja immer wieder Möglichkeiten zu laufen und seine Ziele zu erreichen. Meines ist immer die Ziellinie!